Nachdem Amanal Petros vor einem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Tokio die Goldmedaille nur um Haaresbreite verpasst hatte, hat der 31-Jährige nun in Birmingham bei der EM seinen ersten internationalen Titel im Marathon gewonnen. Nach dem größten Sieg seiner Karriere bisher rückt wieder eine Rekordzeit in den Fokus und dann mittelfristig die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Dr. Jörg Bügner, DLV-Vorstand Leistungssport, zieht nach den erfolgreichen Europameisterschaften in Birmingham Bilanz. Mit 21 Medaillen erzielte das deutsche Team das beste Ergebnis bei Europameisterschaften seit 1998 in Budapest. Nur Italien gewann eine Medaille mehr als die deutsche Mannschaft. In der Nationenwertung (Plätze eins bis acht) belegte Deutschland mit 196 Punkten Rang drei
Die deutschen Hindernis-Asse haben abgeliefert. In einem taktischen Finale krönte sich Europarekordler Frederik Ruppert zum Europameister, Karl Bebendorf lag zwischenzeitlich recht weit zurück, gewann aber noch Bronze. So gab es wie 1986 in Stuttgart zwei EM-Medaillen für die deutschen Hindernisläufer. Niklas Buchholz lief in seinem nächsten großen Finale auf Rang neun.
Am Abschlusstag der EM in Birmingham hat das DLV-Team seine Medaillenbilanz mit sechsmal Edelmedall weiter aufgebessert. Gold gewannen am Sonntag Hindernisläufer Frederik Ruppert und Marathonläufer Amanal Petros. Im Stabochsprung übertrumpfte einmal mehr Armand Duplantis seine Konkurrenz.