Mit einem 90-Meter-Konter hat Speerwerfer Julian Weber einem stimmungsvollen Abend im Alexander Stadium von Birmingham das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Bei den Europameisterschaften sorgte er am Samstag für eine von drei deutschen Medaillen. Dominante Vorstellungen gab es mit einem 18-Meter-Satz im Dreisprung der Männer, einem Sturmlauf über 400 Meter der Frauen sowie einem Solo über 10.000 Meter der Männer zu bewundern.
Julian Weber hat am Samstag bei den Europameisterschaften von Birmingham sein Meisterstück abgeliefert: Im sechsten Versuch feuerte er auf Position zwei liegend seinen Speer bis auf 90,60 Meter und holte sich nach 2022 seinen zweiten Europameistertitel. Herausgefordert hatte ihn überraschend der 21 Jahre junge Stuttgarter Nick Thumm, der mit neuer Bestleistung bis zum letzten Durchgang geführt hatte.
Nach der Bronzemedaille bei der EM in Rom 2024 schob sich die deutsche Sprintstaffel über 4x100 Meter bei den diesjährigen Titelkämpfen in Birmingham einen Platz nach vorn und gewann Silber. Mit sauberen Wechseln und starken Sprintleistungen mussten sich Kranz, Schulte, Gussmann und Ansah-Peprah lediglich den Lokalmatadoren aus Großbritannien geschlagen geben.
Es war keine einfache Saison für Hochspringerin Christina Honsel. Doch im Finale der EM in Birmingham zeigte die Wattenscheiderin einen starken Wettkampf. Erst die neue Saisonbestleistung von 1,95 Metern war zu hoch. Damit belegte sie den vierten Platz. Weltrekordlerin Yaroslava Mahuchikh machte den EM-Hattrick perfekt.
Die erhoffte Medaille hat Robert Farken im 1.500-Meter-Finale verpasst. Auf der Zielgeraden waren andere Mittelstreckler am Samstagabend schneller. Mit 3:37:49 Minuten lief der Leipziger bei einem überraschenden Ausgang des EM-Finals in Birmingham auf Platz neun. Auch der Weltmeister und Europas Nummer eins blieben ohne Medaillen.