Giese bei der Weitsprung-Landung in Rieti

U18 Europameisterschaften - Rieti/ITA

EM-Erfahrung in Rieti – viel Pech, aber auch viel Potenzial


Für Amelie Giese vom TSV Zirndorf war die U18-EM in Rieti ein besonderes Erlebnis und ein wichtiger Schritt in ihrer noch jungen Karriere. Die Teilnahme selbst war dabei alles andere als selbstverständlich: Nach Fußproblemen im Vorfeld kämpfte sie sich rechtzeitig zurück und sicherte sich bei den Deutschen Meisterschaften das EM-Ticket.

In Rieti zeigte sich dann schnell, dass sie gut im Wettkampf angekommen war. Bereits im ersten Versuch gelang ihr ein Sprung deutlich über die 6-Meter-Marke. Dieser war jedoch knapp übertreten und damit ungültig – eine Weite, die ihr den Einzug ins Finale der besten zwölf Athletinnen ermöglicht hätte.

So blieb am Ende der Qualifikation Platz 19 in der Ergebnisliste. Das spiegelt den Wettkampfverlauf nur bedingt wider, denn gerade als jüngerer U18-Jahrgang konnte Giese zeigen, dass sie auf internationalem Niveau bereits gut mithalten kann.

Amelie Giese selbst zog trotz des verpassten Finaleinzugs ein positives Fazit:
„Ich hatte dort eine tolle Zeit und konnte viele neue Eindrücke sammeln. Es war eine super Erfahrung, bei so einer großen Meisterschaft dabei zu sein.“

Ihre Saisonleistung unterstreicht das zusätzlich: Mit 6,18 Metern hätte sie im EM-Finale sogar im Bereich der Medaillen mitgesprungen. Zum Vergleich: Die viertplatzierte Deutsche Therese Hesse kam mit 6,17 Metern auf nahezu identische Weite. Auch ein Blick auf die europäische Bestenliste zeigt, dass Giese mit Platz vier in ihrem Jahrgang aktuell zu den stärksten Weitspringerinnen Europas zählt.

Auch ihre Trainerin blickt positiv auf den Wettkampf: „Natürlich ist es schade, dass der erste Sprung knapp ungültig war. Er hätte für das Finale gereicht und gezeigt, welches Potenzial Amelie an diesem Tag hatte. Entscheidend ist aber, dass sie trotz anhaltender Fußverletzung in der Lage war, solch einen Sprung zu zeigen. Amelies Entwicklung in dieser Saison war außergewöhnlich und macht große Hoffnung für die kommenden Jahre.“

 

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